Der Eingang zur COP26 in Glasgow, Quelle: Lambert Schneider/Öko-Institut

Fünf Ergebnisse der #COP26: Das Pariser Abkommen wird wirkungsvoller

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Die Diskrepanz zwischen den Erwartungen an die UN-Klimakonferenzen und den Themen, die auf der Tagesordnung stehen, wird bei jeder Klimakonferenz größer. Für die eigentlichen Ergebnisse der Verhandlungen interessieren sich die Wenigsten. Daher nimmt die Geschäftsführerin und COP-Verhandlerin Anke Herold diese in den Fokus.

Die Geschäftsführerin des Öko-Instituts, Anke Herold, Quelle: Öko-InstitutAnke Herold

Die Geschäftsführerin des Öko-Instituts, Anke Herold, Quelle: Öko-Institut Anke Herold

Die Regierungschefs generieren immer mehr öffentlichkeitswirksame Ankündigungen. Die Konferenz in Glasgow hatte so viele solcher Ereignisse, wie kaum eine andere Konferenz zuvor: die Verpflichtung zu Null-Emissionsfahrzeugen (Zero Emission Vehicle Pledge), die Erklärung zum Stopp der globalen Entwaldung, die globale Methanverpflichtung oder die Kooperationsvereinbarung zwischen den USA und China – fast jeden Tag ein neues Großereignis.

Methan: ein „schnelllebiges Lippenbekenntnis“

Bereits 2004 gab es die erste globale Methan-Initiative, die ebenfalls von den USA lanciert wurde, gefolgt von der globalen Methan Allianz im Jahr 2009. Methanemissionen kommen unter anderem aus der Öl- und Gasförderung, wo das Methan abgefackelt wird oder einfach in die Atmosphäre entweicht. Auch der Kohlebergbau trägt zu den flüchtigen Methanemissionen bei. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass 75 Prozent dieser Emissionen vermieden werden können, 45 Prozent davon kosteneffizient. Eine klare Win-win Situation sollte man meinen.

Doch in den USA sind zwischen 2004 und 2019 die Treibhausgasemissionen aus der Öl- und Gasförderung um 5,4 Prozent gestiegen, allein zwischen 2018 und 2019 um 3 Prozent. Das Gas-Fracking, das in den letzten Jahren den USA und Kanada einen neuen Gas-Boom brachte, hat deutlich höhere flüchtige Methanemissionen als die herkömmliche Öl- und Gasförderung. Die Methan-Emissionen in Russland sind zwar im Öl- und Gassektor seit Beginn der ersten globalen Methan-Initiative gesunken, dafür ist der Methan-Ausstoß aus dem Kohlebergbau um 29 Prozent gestiegen.

Bei der COP26 wurde nun eine neue globale Methanverpflichtung vereinbart, in der 100 Länder ihre Methanemissionen bis 2030 im Vergleich zu 2020 um 30 Prozent senken wollen. Allerdings sind einige der größten Emittenten von fossilem Methan – Russland, China, Indien oder Iran – nicht bei der Verpflichtung dabei. Und es gibt auch keine spezifischen Verpflichtungen der einzelnen Staaten. Die Methan-Verpflichtung wird daher wohl eher in die Kategorie der schnelllebigen Lippenbekenntnisse eingehen.

Wald: „Alter Wein in neuen Schläuchen“

Die zweite große Ankündigung der Regierungschefs und -chefinnen ist die Walderklärung aus Glasgow. Laut dieser soll die Entwaldung und die Walddegradierung bis 2030 gestoppt und umgedreht werden, wofür ungefähr 20 Milliarden Dollar bereitgestellt werden. Selbst Brasiliens Präsident Bolsonaro ist dabei, dessen Regierung dafür gesorgt hat, dass sich die Abholzungsrate im Amazonasgebiet im Vergleich zur Periode vor seiner Amtszeit verdoppelt hat. Das macht auch diese Verpflichtung nicht gerade glaubwürdig.

Auch das Ziel dieser Erklärung ist nicht neu. In der New Yorker Erklärung zur Entwaldung haben 40 Regierungen bereits im Jahr 2014 beschlossen, die Abholzung bis 2030 zu beenden. Während die Erklärung aus Glasgow keinerlei Bestimmungen enthält, wie dieses Ziel nachverfolgt werden soll, hatte eine Netzwerk aus 28 Forschungseinrichtungen Indikatoren zum Tracking der New Yorker Erklärung entwickelt. Allerdings gibt es keinen aktuellen Bewertungsbericht für das Hauptziel, dem Stopp der Entwaldung. Aber dass dieses Ziel auf keinem guten Weg ist, wissen wir auch ohne einen solchen Bericht. Nun also alten Wein in neuen Schläuchen in Glasgow, dieses Mal gleich ohne ein Monitoring – auch diese Ankündigung bleibt wenig überzeugend.

Null-Emissionsfahrzeuge: Nur mit Strom aus erneuerbaren Quellen

Bei der dritten große Verpflichtung zu Null-Emissionsfahrzeugen haben sich 30 Staaten verpflichtet sogenannte Zero emission verhicles zu fördern. Die Weltbank möchte mit einem neuen Fonds Elektrofahrzeuge in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern. Elektrofahrzeuge reduzieren jedoch nur dann die Treibhausgasemissionen, wenn der Strom dafür aus erneuerbaren Energien stammt. Wenn nun Elektrofahrzeuge in diesen Ländern gefördert werden, deren Stromsysteme die Kohleerzeugung dominiert, kann diese Initiative die globalen Emissionen noch deutlich erhöhen.

War angesichts der Unzulänglichkeiten der globalen Erklärungen die Konferenz in Glasgow deswegen ein Misserfolg?

Nein, denn diese Erklärungen waren ein Nebenschauplatz. Am Ende wurden sie in der Abschlussentscheidung zu Recht nicht einmal erwähnt.

Der eigentliche Erfolg der Konferenz in Glasgow liegt darin, dass das Pariser Abkommen durch die nun getroffenen Entscheidungen deutlich wirkungsvoller geworden ist!

Das Pariser Abkommen hat das übergeordnete Ziel, den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, um den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Es wurde jedoch nicht festgelegt, was dies für die Treibhausgasemissionen quantitativ bedeutet.

1. Die Entscheidung aus Glasgow liefert diese Konkretisierung des Ziels in Übereinstimmung mit dem neusten Bericht des IPCC nun nach: Die globalen CO2-Emissionen sollen bis 2030 um 45 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010 sinken und bis 2050 sollen global Netto-Null Emissionen erreicht werden. So konkret war das globale Minderungsziel bisher nicht in Entscheidungen in Zahlen ausgedrückt. Daran muss sich die Staatengemeinschaft unter dem Abkommen nun messen lassen.

2. Das Pariser Abkommen fordert bereits Langfrist-Minderungsstrategien von den Staaten. In Glasgow wurde nun hinzugefügt, dass diese Strategien das Ziel von Netto-Null Emissionen um 2050 herum enthalten sollen. Auch das ist eine deutlich klarere Botschaft und Zielsetzung als bisher, wo die langfristigen Ziele vollkommen der Entscheidung der einzelnen Staaten überlassen waren.

3. Es wurde von vielen Seiten kritisiert, dass die Formulierung zum Kohleausstieg im Abschlussdokument zu einem Abbau der Kohleverbrennung aufgeweicht wurde und nur „ineffiziente“ Subvention für fossile Brennstoffe abgeschafft werden sollen. Es wäre natürlich besser, hier stärkere Formulierungen zu haben. Aber es ist dennoch das erste Mal in der Geschichte der 26 Klimakonferenzen gelungen, dass überhaupt solche konkreten Maßnahmen zum Kohleausstieg und zum Ende der fossilen Subventionen Eingang in ein Abschlussdokument gefunden haben.

4. Mehr Staaten als erwartet haben in Glasgow ihre nationalen Beiträge zur Emissionsminderung erhöht oder ein langfristiges Ziel für Nettonullemissionen verkündet. Wenn die langfristigen Ankündigungen tatsächlich umgesetzt werden, resultiert daraus nach dem Carbon Action Tracker ein globaler Temperaturanstieg um 1,8 Grad, aus den Zielen und Politiken der Staaten für 2030 ein globaler Temperaturanstieg um 2,4 Grad – im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 2,9 Grad. Die verschärften NDCs haben im Vergleich zur Situation vor einem Jahr die Lücke zum Ziel um 15 bis 17 Prozent reduziert, die größten Beiträge zu diesem Lückenschluss kommen dabei durch die erhöhten Ziele der USA und der EU. Das ist noch nicht genug, aber ein deutlicher Fortschritt.

Die Abschlussentscheidung aus Glasgow stellt auch deutlich fest, dass eine Lücke von 13,7 Prozent an Emissionsminderung zu den Zielen des Abkommen bleibt und fordert die Staaten auf, ihre Ziele für 2030 zu erhöhen. Es sollen nun jährlich Ministertreffen bei den Konferenzen bis 2030 diskutieren, ob ihre Verpflichtungen dem Ziel des Pariser Abkommens näher gekommen sind. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die nationalen Ziele nun alle fünf Jahre erneuert werden sollen.

5. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Konferenz in Glasgow ist, dass das Regelwerk zur Umsetzung des Abkommens nun abgeschlossen werden konnte. Erst diese Regeln erzwingen es nun, dass alle Staaten regelmäßig transparent über ihre Emissionen und ihren Fortschritt bei der Umsetzung ihrer nationalen Verpflichtungen berichten.

In den Verhandlungen zum gemeinsamen Transparenzrahmen wollte die Gruppe der sogenannten Gleichgesinnten Länder mit Saudi Arabien, Indien und China, dass die detaillierten Daten für die Emissionsberechnungen (wie z.B. die Energieverbräuche) für die Entwicklungsländer nur freiwillig berichtet werden müssen. Damit hätte man die Emissionsberechnungen kaum nachvollziehen können. Diese Ländergruppe wollte auch eine lediglich freiwillige Berichterstattung von Datentabellen zur Kontrolle des Fortschritts bei der NDC-Umsetzung für die Entwicklungsländern.

Bei beiden Punkten sehen die Entscheidungen aus Glasgow nun eine verpflichtende Berichterstattung für alle Staaten vor. Diese Berichte werden dann künftig von Experten überprüft. Anschließend müssen alle Staaten unter dem Abkommen ihren Fortschritt alle zwei Jahre auf den Klimakonferenzen präsentieren und die Fragen der anderen Staaten dazu beantworten. Das sind zwar keine starken Sanktionen, aber es wird für die Öffentlichkeit deutlich werden, welche Staaten ihre Versprechen auch umsetzen und diese Staaten müssen sich der öffentlichen Diskussion stellen.

Die positiven und auch einige der negativen Ergebnisse der Konferenz für die Nutzung von Marktmechanismen erläutert mein Kollege Lambert Schneider in einem separaten Beitrag.

Der internationale Rahmen ist nun fertig, das war das Ziel der Klimakonferenz. Nun liegt es an den nationalen Regierungen, bei der Umsetzung so schnell wie möglich zu liefern.

Anke Herold ist Geschäftsführerin des Öko-Instituts. Sie war Verhandlungsführerin für die EU zum Thema Transparenz unter der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC). Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die europäische und internationale Klimapolitik, insbesondere die Ausgestaltung des internationalen Klimaregimes.

Das Öko-Institut in den Medien zu den Ergebnissen der Weltklimakonferenz in Glasgow

Global CO2 markets after COP26: Dr. Lambert Schneider im Gespräch (Podcast Montel Weekly, 19.11.2021)

Alles nur „Blablabla“? Wie sinnvoll sind Klimagipfel wirklich?: Anke Herold im Gespräch über die COP26 (Podcast Handelsblatt Green, 16.11.2021)

Was Wissenschaftler zum Klimapakt von Glasgow sagen: Die Finanzierungszusagen an die Entwicklungsländer wertete auch Anke Herold als positiv. Die Wissenschaftlerin leitet das unabhängige Öko-Institut e.V. in Berlin. Sie sagte: »Wenn man sich vor Augen führt, dass die Bundesregierung in Deutschland in diesem Jahr 30 Milliarden Euro für die Schäden der Überflutungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt hat, dann wird deutlich, dass 100 Milliarden US-Dollar für alle Entwicklungsländer für Emissionsminderung, Anpassung und Klimaschäden den Finanzierungsbedarf ganz sicher noch nicht ausreichend decken.« Es werde schwierig, die Einhaltung aller Zusagen zu kontrollieren. Vereinbart ist nun, dass sich die Staaten alle zwei Jahre den Fragen der anderen Staaten zur Umsetzung der Beschlüsse stellen. »Damit gibt es künftig einen Prozess, der die Umsetzung kontrolliert. Allerdings kann kein internationales Abkommen der Welt eine unwillige Regierung dazu zwingen, den Ausstieg aus den fossilen Energien durchzusetzen. Diese Regierungen können auch künftig nur sinnbildlich an den Pranger gestellt werden«, sagte Herold. (Spiegel, 15.11.2021)

COP26. Ein erster wichtiger Schritt bei der weltweiten Schifffahrt: Deutschland und rund 20 andere Länder haben in Glasgow erklärt, sich für klimaneutrale Schifffahrt einzusetzen. Ein kleiner, aber sehr wichtiger erster Schritt, erklärt Martin Cames vom Berliner Öko-Institut. (Deutschlandfunk, 15.11.2021)

Kommentar: Glasgow gibt dem weltweiten Emissionshandel eine zweite Chance: Zumindest dieses Problem scheinen die Länder jetzt auf der Klimakonferenz von Glasgow gelöst zu haben. „Ein sehr wichtiges Ziel konnte erreicht werden: Alle Länder müssen ohne Ausnahme eine Doppelzählung von Emissionsminderungen vermeiden“, sagte Lambert Schneider, Forschungskoordinator für internationale Klimapolitik am Öko-Institut, gegenüber dem Science Media Center. „Genau dagegen hatte sich Brasilien in den vergangenen Jahren mit Händen und Füßen gewehrt. In Glasgow hat sich Brasilien bewegt und konstruktiv eingebracht.“ (Heise, 15.11.2021)

Klima-Forscher begrüßen verbindliche Regeln für Emissionshandel: So sei es nach jahrelangen Verhandlungen in Glasgow endlich gelungen, unter anderem „Regeln für den internationalen Emissionshandel zwischen Staaten“ zu verabschieden, lobt Dr. Lambert Schneider, Forschungskoordinator für internationale Klimapolitik am Berliner Öko-Institut. Indem sich alle Länder ohne Ausnahmen verpflichtet haben, eine „Doppelzählung von Emissionsminderungen“ zu vermeiden, sei ein sehr wichtiges Ziel erreicht worden, so Schneider: „Mit dem neuen Regelwerk müssen alle übertragenen Emissionszertifikate bilanziert werden, ähnlich wie bei einem Bankkonto.“ Allerdings sei der Kompromiss damit erkauft worden, dass Klimaschutzprojekte und Zertifikate aus dem Kyoto-Protokoll von 1997 in das Pariser Übereinkommen überführt werden sollen. Unter anderem nach Berechnungen des Berliner Öko-Instituts könnte das die Bemühungen zum Klimaschutz um mehrere Milliarden Tonnen CO2 untergraben. (MDR Wissen, 15.11.2021)

„Wichtiger Schritt, aber nicht genug“: Auch die Ergebnisse zum internationalen Emissionshandel seien gemischt zu beurteilen, erklärt Lambert Schneider, Forschungskoordinator für internationale Klimapolitik am Öko-Institut e.V. in Berlin. Er war Teil des EU-Verhandlungsteams in Glasgow: „Ein sehr wichtiges Ziel konnte erreicht werden: Alle Länder müssen ohne Ausnahme eine Doppelzählung von Emissionsminderungen vermeiden. Genau dagegen hatte sich Brasilien in den vergangenen Jahren mit Händen und Füßen gewehrt.“ Letztlich sei aber immer noch entscheidend, wie sehr sich die Länder in Zukunft an die neuen Regeln halten werden. (ORF, 15.11.2021)

Ein Sieg wie eine Niederlage: Die Ergebnisse seien “gemischt zu bewerten“, sagt Lambert Schneider vom Öko-Institut, der für die Europäische Union mitverhandelt hat.  (taz, 14.11.2021)

Kriegt die Weltgemeinschaft noch die Kurve?: Anke Herold im Gespräch über die COP26 (Deutshclandfunk Kultur, 12.11.2021)

COP26: Has this year’s climate conference been a success?: „We see quite good pledges in the long term, but insufficient action in the short and medium term. And there I think the parties here need to come up with increased nationally determined contributions on the shorter timescale and policies that are really able to implement those ambitious goals,“ said Herold, who was lead author on several reports for the Intergovernmental Panel on Climate Change and now heads German environmental think tank Öko-Institut. (Deutsche Welle, 12.11.2021)

English version

Five results of the #COP26: The Paris Agreement becomes more effective

The gap between the expectations for the UN climate conferences and the issues that are on the agenda is widening at every climate conference. Few people are interested in the actual results of the negotiations. That’s why executive director and COP negotiator Anke Herold is taking them into focus.

The heads of government are generating more and more high-profile announcements. The conference in Glasgow had more such events than any other conference before: the Zero Emission Vehicle Pledge, the declaration to stop global deforestation, the global methane pledge or the cooperation agreement between the USA and China – almost every day a new major event.

Methane:  a “fast-moving lip service”

Already in 2004, there was the first Global Methane Initiative, also launched by the USA, followed by the ‘Global Methane Alliance’ in 2009. Methane emissions result for example from oil and gas production, where the methane is flared or simply vented into the atmosphere. Coal mining also contributes to fugitive methane emissions. The International Energy Agency estimates that 75 per cent of these emissions can be avoided, 45 per cent of them cost-effectively. A clear win-win situation, one would think.

But in the US, greenhouse gas emissions from oil and gas production increased by 5.4 per cent between 2004 and 2019, and by 3 per cent between 2018 and 2019 alone. Hydraulic gas fracking, which has brought a new gas boom to the US and Canada in recent years, has significantly higher fugitive methane emissions than conventional oil and gas extraction. While methane emissions in Russia have fallen in the oil and gas sector since the first global methane initiative started, methane emissions from coal mining have risen by 29 per cent.

A new global methane pledge has now been agreed at COP 26, in which 100 countries will reduce their methane emissions by 30 per cent by 2030 compared to 2020. However, some of the biggest emitters of fossil methane – Russia, China, India or Iran – are not part of the commitment. And there are also no individual commitments from the individual states. The methane pledge is therefore more likely to fall into the category of fast-moving lip service.

Forest: “old wine in new bottles”

The second major announcement by the heads of government is the Forest Declaration from Glasgow, according to which deforestation and forest degradation shall be stopped and reversed by 2030, for which about 20 billion dollars will be made available. Even Brazil’s President Bolsonaro is on board. His government is responsible that the rate of deforestation in the Amazon doubled compared to the period before he took office. His participation does not make this commitment credible either. The goal of this declaration is also not new.

In the New York Declaration on Deforestation, 40 governments already agreed in 2014 to end deforestation by 2030. While the Glasgow Declaration does not contain any provisions on how to track this goal, a network of 28 research institutions had developed indicators to track the New York Declaration. However, there is no current assessment report for the main goal of stopping deforestation. But we know that this goal is not on the right track even without such a report. So now old wine in new bottles in Glasgow, this time without any monitoring – this announcement also remains unconvincing.

Zero emission vehicles: Only with electricity from renewable sources

In the third major commitment 30 states have pledged to promote so-called zero emission vehicles and the World Bank wants to promote electric vehicles in developing and emerging countries with a new fund. However, electric vehicles only reduce greenhouse gas emissions if the electricity comes from renewable energies. If electric vehicles are now promoted in developing and emerging countries whose electricity systems are dominated by coal generation, this initiative can significantly increase global emissions.

Given the inadequacies of the global declarations, was the Glasgow conference therefore a failure?

No, because these declarations were a sideshow. In the end, they were rightly not even mentioned in the final decision.

The real success of the Glasgow conference lies in the fact that the Paris Agreement has become much more effective as a result of the decisions that have now been taken!

The Paris Agreement has the overarching goal of keeping the increase in the average temperature to well below 2 degrees and making efforts to limit the temperature rise to 1.5 degrees. However, it was not specified what this means quantitatively for greenhouse gas emissions.

1. The decision from Glasgow now provides this concretisation of the target in accordance with the latest report of the IPCC: global CO2 emissions are to be reduced by 45 percent by 2030 compared to the year 2010, and net zero emissions are to be achieved globally by 2050. Until now, the global reduction target has not been expressed in such concrete figures in decisions. The community of states must now be measured against this clear target under the agreement.

2. The Paris Agreement already demands long-term reduction strategies from the Parties. In Glasgow, it was now added that these strategies should include the goal of net zero emissions around 2050. This is also a much clearer target than before, where long-term targets were left entirely to the decision of individual Parties.

3. It was criticised from many sides that the wording on the coal phase-out in the final document was softened to a phase-down of coal power and that only inefficient subsidies for fossil fuels are to be abolished. It would of course be better to have stronger wording here. But it is nevertheless the first time in the history of the 26 climate conferences that such concrete measures to reduce coal and end fossil fuel subsidies have found their way into a final document.

4. In Glasgow, more countries than expected increased their national contributions to emission reductions or announced a long-term target for net zero emissions. If the long-term announcements are actually implemented, this will result in a global temperature increase of 1.8 degrees according to the Carbon Action Tracker. A global temperature increase of 2.4 degrees is the combined effect of the targets and policies of the Parties for 2030 – last year this value was still at 2.9 degrees. The strengthened NDCs have reduced the gap to the target by 15 to 17 per cent compared to the situation a year ago, with the largest contributions to closing the gap coming from the increased US and EU targets. This is still not enough, but it is significant progress.

The final decision from Glasgow also clearly states that a 13.7 per cent gap in emissions reductions to the agreement’s targets remains and calls on countries to increase their 2030 targets. Ministerial meetings are now to discuss annually at the 2030 conferences whether their commitments have closed the gap to the Paris Agreement target. At the same time, it was decided that national targets should now be renewed every five years.

5. One of the most important results of the conference in Glasgow is that the set of rules for implementing the agreement could now be finalised. These rules that now force all parties to report regularly and transparently on their emissions and their progress in implementing their national commitments.

In the negotiations on the common transparency framework, the group of so-called ‚like-minded countries‘ with Saudi Arabia, India and China wanted the detailed background data for emissions (such as energy consumption) to be reported only voluntarily for developing countries. This would have made it almost impossible to understand the emissions calculations. This group of countries also wanted only voluntary reporting of data tables to monitor progress in NDC implementation for developing countries.

On both points, the decisions from Glasgow now provide for mandatory reporting for all countries. These reports will then be reviewed by expert review teams in the future. Subsequently, all parties under the agreement must present their progress every two years at the climate conferences and answer the questions of the other countries. These are not strong sanctions, but it will become clear to the public which countries are actually implementing their promises and the countries will be subject to public blame and shame.

The results of the conference for the use of market mechanisms are explained by my colleague Lambert Schneider in a separate article here.

The international framework is now ready, that was the objective of the Glasgow conference. Now it is up to national governments to urgently implement what they promised.

Anke Herold is the Executive Director of the Oeko-Institut. She was previously an EU negotiator on the topic of transparency under the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC). Her main area of work is European and international climate policy, particularly the design of an international climate regime.

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Kommentare
  1. Pingback: #COP26 in Glasgow delivered rules for international carbon markets – how good or bad are they? [eng/deu] - Öko-Institut e.V.: Blog

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